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Zombie Spiele

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Munchkin Zombies

Endlich wurde ein noch fehlendes Genre im Munchkin-Universum nachgereicht! Neben bisherigen Ausflügen in den Bereichen Fantasy, SF, Martial Arts, Superhelden, Chtulhu, Wilder Westen, Freibeuter, Spione - und sogar einer Parodie der World of Darkness - sind nun letztendlich auch die Zombies los! Die erfolgreiche Grundformel der Munchkin-Serie bleibt natürlich auch hier bestehen, der Leitspruch ist aber entsprechend angepasst: „Töte die Lebenden! Friss ihre Gehirne! Gehiiiirrrrrneee!“

Wie unschwer zu erkennen, sind die Spieler diesmal als Zombies unterwegs. Auf ihrer torkelnden Suche nach menschlichen Opfern – z.B. dem wehrhaften Pizzalieferanten aus Nachbars Hütte oder der hilflosen Nonne aus dem örtlichen Kloster – und deren schmackhaften Gehirnen, werden nacheinander Häusertüren eingetreten und gelegentlich auch der eine oder andere schurkische Zombie vermöbelt. Rüstungen und Waffen – wie z.B. die Weihnachtsbeleuchtung oder eine Bowling-Kugel – fehlen ebenso wenig wie die beliebten Level-up-Karten, hier z.B. als Kinderwagen unter dem Motto „Essen auf Rädern“.

Auf der Jagd nach Frischfleisch, … ähm Gehirn, sollte das eigentliche Ziel des Spiels – Level 10 als Erster zu erreichen – aber nicht vergessen werden. Wie bei allen Munchkin-Spielen kann hierbei stellenweise zusammengearbeitet und/oder munter in den Rücken der anderen gefallen werden. Das Artwork stammt abermals aus der gewohnt meisterlichen Hand von John Kovalic – was der Serie eine hervorragende Kontinuität verleiht – und das Genre selbst wird durch bildliche und textliche Darstellungen wieder gekonnt durch den Kakao gezogen. Aufgrund der gleichen Spielmechanik, sind alle Spiele der Reihe auch frei miteinander kombinierbar, womit sich witzige Kompositionen ergeben dürften – z.B. Zombies gegen Kung-Fu-Kämpfer oder Superhelden gegen Chtulhu!

Verlag: Steve Jackson Games, Pegasus Spiele
Jahr: 2011
Spieler: 3 bis 6
Angegebene Spieldauer: ca. 60 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Bei voller Spieleranzahl darf schon mal eine halbe Stunde dazukommen.
Sprache: Deutsch


Zombies!!! 2. Edition

Was macht ein Überlebender der Zombie-Apokalypse? Richtig, abhauen und sich ein sicheres Plätzchen suchen. Am besten auf einer einsamen Insel, wohin ihm die Horden der wandelnden Leichen nicht (allzu bald) folgen können! Da das Auto für dieses Ziel natürlich unbrauchbar ist, bietet sich der nächste Helikopter an. Wenn da nicht die opportunistischen Mitspieler wären …

„Zombies!!!“ ist, wie auf der Packung beschrieben, ein „No-Brainer“, was dem Spielspaß aber keinerlei Nachteil bringt. Die Überlebenden schlagen sich vom Hauptplatz aus – jeder ist dabei sich selbst der Nächste – auf dem variablen Spielplan zum Landeplatz durch. Einzelne Kartenteile, bestehend aus 9 x 9 Feldern, werden zu Beginn einer Spielerrunde an die bereits ausliegenden Teile angelegt. So entsteht die gesamte Stadt stets neu und sieht dabei natürlich auch anders aus. Auf den Kartenteilen befinden sich neben Straßen und Gebäuden – mit wertvoller Munition (z.B. in der Polizeistation) oder Lebenspunkten (z.B. im Krankenhaus) – natürlich auch die wandelnden Toten. Bewegung – außer Zombies, welche nur ein Feld weit torkeln – und Kämpfe werden durch Sechsseiter bestimmt. Ereigniskarten können zusätzliche Vorteile bescheren oder gute Möglichkeiten bieten, den Mitspielern ordentlich reinzupfuschen. Wer als Erster den Helikopter findet und sich den Weg dorthin auch erfolgreich freikämpft, ist – außer zum Abschiedswinken – zu nichts verpflichtet. Jene, die es absehbar nicht mehr dahin schaffen können, haben hoffentlich schon rechtzeitig auf die alternative Siegbedingung hingearbeitet – 25 Abschüsse von Zombies.

Die 2. Edition hat vor allem eine Aufwertung bei Grafik und Spielmaterial erfahren. Durch die mittlerweile etlichen Erweiterungen am Markt, ist ein Spielspaßende so bald nicht in Sicht. Diese bieten nicht nur Regelerweiterungen, sondern auch komplett neue Stadtteile, wie z.B. ein Einkaufszentrum, ein Militärlager, den örtlichen Zirkus, das Gefängnis oder eine Schule – und natürlich sind alle miteinander kombinierbar!

Verlag: Twilight Creations Inc., Pegasus Spiele
Jahr: 2006
Spieler: 2 bis 6
Angegebene Spieldauer: 60 bis 120 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Jede Erweiterung verlängert um zumindest einer halben Stunde.
Sprache: Deutsch


Zombie State – Diplomacy of the Dead

Eine Seuche biblischen Ausmaßes peinigt die Völker, worin sich der klägliche Rest einer untereinander zerrissenen Menschheit in einem Höllensturm aus Fleisch und Blut verliert – während ein letzter greller Aufschlag am Horizont die Ausweglosigkeit der Zombie-Apokalypse offenbart …

Das ist ein sehr wahrscheinliches Endszenario dieser einmaligen Spielerfahrung auf globaler Ebene. Angesichts der massiven Zombie-Bedrohung, wurden die Regierungen souveräner Staaten zusammengezogen. Die Spieler repräsentieren Anführer (mehr oder weniger) gesamter Kontinente, welche in einzelne Bevölkerungsgebiete – deren Population durch Würfel angezeigt wird – unterteilt sind. Manche davon enthalten zu schützende Ressourcen, die für Militär und Forschung dringend benötigt werden. Sinkt in einem Areal die Bevölkerungsanzahl aufgrund eines Einfalls, verringert sich somit nicht nur die Augenzahl des entsprechenden Würfels – es entstehen natürlich auch weitere Zombies. Diese fressen und bewegen sich nach festgelegten Regeln, wodurch Vorausplanen bzw. eine eventuelle Umleitung der Horden zu Nachbarstaaten möglich wird – sofern diese ihre Grenzen nicht rechtzeitig geschlossen haben! Auch Kämpfe erfolgen ohne Würfelglück und sind kalkulierbar.

Die Armee ist zwar eine nette Anlaufstelle, um die ersten Wellen der Zombies unter Kontrolle zu halten, aber ohne Forschung wird es sehr bald unmöglich – auch nur im Ansatz – Herr der Lage zu werden. Die Technologien unterteilen sich in drei große Gebiete mit jeweils drei Unterstufen: Medizin (Erstmaßnahmen bis Heilung des Zombie-Virus), Militär (SWAT-Taktiken bis zur Atombombe), Physik und Wissenschaften (Ressourcenmanagement bis Kannibalismus unter Zombies).

„Zombie State“ bietet viele Vorgehensweisen, erlaubt aber nicht alles zugleich – zum Glück! Die Anzahl der Spieleraktionen hängt von der Bevölkerungszahl ab. Sinkt diese zu stark, gehen auch wertvolle Aktionen verloren und die Reaktion auf aktuelle Geschehnisse fällt somit zunehmend schwerer. Vieles ist beeinflussbar, die wenigen Glückselemente entstehen durch Ereigniskarten und Forschungswürfe. Am Ende zählt (fast) allein die Restbevölkerung zum Sieg, außer man lässt sich Zeit bis Spielrunde 15 – dann mutiert der Zombie-Virus soweit, dass er über Luft übertragen und die gesamte Menschheit ausgelöscht wird. Spannung ist hier bis zuletzt garantiert!

Verlag: Zombie State Games
Jahr: 2010
Spieler: 2 bis 5
Angegebene Spieldauer: 120 bis 180 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Maximal 180 Minuten bei voller Spieleranzahl.
Sprache: Englisch


ZombieTown

Nachbarschaftliche Kleinkriege in Kleinstädten werden von Städtern gewöhnlich für kleinlich gehalten. Diese können aber so stark verwurzelt sein, dass sie – entgegen des Hausverstandes – sogar vor einem Einfall durch Zombies nicht haltmachen.

So geschehen in „ZombieTown“, wo sich die Toten am örtlichen Friedhof (Spielplanmitte) erheben. Da es ihnen nach dem Fleisch der Lebenden gelüstet, torkeln sie von dort aus stetig zu den umliegenden Kleinfamilienhäusern. Bis zu sechs davon gehören den Spielern, die restlichen scheinen von den Nachbarn frühzeitig verlassen worden zu sein. Der Weg aus der Stadt ist versperrt und Hilfe ist nicht vor zehn Tagen (Spielrunden) zu erwarten. Eine gute Gelegenheit, um die Zeit zu nützen und Nachbars Immobilien genauer unter die Lupe zu nehmen – Gier lässt sich durch die Apokalypse eben nicht stoppen!

Der Überlebenskampf, in dem die Spieler versuchen Häuser für sich zu beanspruchen und diese ausreichend zu verbarrikadieren, darin nützliche Utensilien (z.B. Waffen) oder weitere Überlebende – welche sich ihnen anschließen – zu finden, gestaltet sich abwechslungsreich. Zugute kommt ihnen Nachbars leerstehendes Domizil auch dadurch, dass jener z.B. ein Waffennarr gewesen sein könnte – was mehr Munition bringt – oder gar eine Krankenschwester, was Heilung verspricht. Die schlechte Nachricht: Free for All! Hier hat es jeder nicht nur mit Zombies zu tun, sondern auch mit seinen Mitspielern – sich gegenseitig Häuser wegnehmen, oder Barrikaden abreißen (ja, das können nicht nur Zombies) und aufeinander schießen ist erlaubt! Erstere werden im zunehmenden Spielverlauf immer gefährlicher, da mit jeder Spielrunde mehr Zombies zum Zug kommen. Am zehnten Tag wird der Sieger nach Punkten gekürt. Diese gibt es für besetzte Häuser, errichtete Barrikaden, gefundene Überlebende, geladene Waffen und – wie kann es anders sein – getötete Zombies.

Die beiden Erweiterungen bringen noch mehr Spaß – wie Fahrzeuge, verdeckte Agenden, mehr Gegenstände und Ereignisse – ins Spiel.

Verlag: Twilight Creations Inc.
Jahr: 2007
Spieler: 3 bis 6
Angegebene Spieldauer: 60 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Lieber 90 Minuten einplanen!
Sprache: Englisch


Zombie Survival: The Board Game

Mit einem letzten Stottern verstummt der Stromgenerator. Es herrscht wieder Nacht im Haus. Bei der letzten Fahrt in die Stadt hatten seine Bewohner wenig Glück – kein Benzin. Und die Batterien der Taschenlampen machen es auch nicht mehr lang. Wenigsten war Essbares zu finden. Doch wie lange werden sie noch durchhalten können? Für die zerstörten Barrikaden an der Hausrückseite fehlt neues Material – und das Kratzen an der Vordertür nimmt auch wieder zu …

„Zombie Survival“ bringt die Thematik auf eine persönliche Ebene. Das Spiel besteht aus zwei Phasen. Zuerst werden alle notwendigen Ressourcen zum Überleben im eigenen Haus untergebracht. Da dort nur begrenzt Platz ist, müssen Entscheidungen getroffen werden: Nah- und Fernkampfwaffen (mitsamt Zubehör), Wasser (falls die Leitung kontaminiert wird), haltbare Tiefkühlkost (was wenn der Strom erlischt?) oder doch lieber Dosenfutter? Ein Stromgenerator (wie war das mit dem Strom?) könnte auch nützlich sein, Benzin dafür – und für das Auto. Holzlatten für Barrikaden, und Taschenlampen, und Batterien! Der Erste Hilfe Kasten ist ein Muss und sogar der Feuerlöscher. Ein paar Verwandte mehr wären auch gut (jede Person bringt später eine Aktion). Nachschub holt man sich dann (auch später) einfach mit dem Auto aus der Stadt, falls noch Benzin übrig ist und die Ausgesandten Glück haben – dort etwas Brauchbares finden und vor allem den Ausflug überleben!

Die zweite Phase besteht aus der eigentlichen Zombie-Apokalypse. Hier kommt es zur Belagerung des Hauses von allen Seiten und der Abwehr. Barrikaden an Fenster und Türen werden errichtet, abgerissen und neu aufgebaut – Bewohner in die Stadt (deren Aktionen fehlen bei der Hausverteidigung), aber auch Zombies zu den Nachbarn geschickt! Durch Karten treten plötzlich unangenehme Ereignisse ein, die Verteidiger müssen zudem mit Nahrung versorgt und ihre Wunden behandelt werden – oder Erschöpfung, Krankheit und Tod sind die Folge. Am Ende werden die Bewohner nur eines Hauses überleben – vielleicht auch durch Glück, aber sehr wohl durch eine gute Planung. Fazit: Heidenspaß bei der Verteidigung der eigenen vier Wände!

Verlag: Twilight Creations Inc.
Jahr: 2010
Spieler: 1 bis 4
Angegebene Spieldauer: 90 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Angabe trifft auf vier Spieler zu, darunter kann es auch kürzer werden.
Sprache: Englisch


Zombie Würfel

„Zombie Würfel“ ist ein einfaches, aber schnelles und spaßiges Spiel für alle Zombie-Fans, Zombie-Fans-Familien – und auch Nicht-Zombie-Fans und Nicht-Zombie-Fans-Familien – für alle Spieler und alle Nicht-Spieler. Zudem ist es für ein rasches Spiel unterwegs (oder zwischendurch) extrem leicht transportierbar, denn es besteht aus nur einem verschließbaren Würfelbecher samt Anleitung und 13 verschiedenfarbigen Würfeln.

Das Spielprinzip ist ebenfalls flott erklärt: Jeder Spieler ist ein Zombie mit dem Ziel als Erster 13 köstliche Gehirne (Punkte) abzubekommen – die einzelnen Farbwürfel repräsentieren dabei seine potentiellen Opfer. Diese können zäh (Rot, mehr Schrotflinten) und recht wehrlos sein (Grün, mehr Gehirne), oder dazwischen liegen (Gelb, ausgewogen). Wer am Zug ist, schüttelt immer zunächst alle Würfel im Becher ordentlich durch und holt sich ungesehen drei davon heraus, die er anschließend würfelt. Die Entscheidung ob man danach freiwillig aufhören oder weitermachen sollte, hängt von den gesammelten Symbolen ab – Gehirn: Mahlzeit, Schrotflinte: Autsch, Fußstapfen: Äh, ihm nach?!

Aufhören bedeutet den Zug beenden und die Gehirne gutschreiben lassen. Das ist die sichere, aber langsame Option zu Punkten zu kommen. Wer wagt gewinnt! Er legt die Gehirn- und Schrotflinten-Würfel zur Erinnerung auf die Seite, schnappt sich gegebenenfalls bereits gewürfelte Fußstapfen-Würfel (das Opfer wird verfolgt), zieht zusätzlich neue aus dem Becher (davor schütteln) – um auf wieder insgesamt drei Würfel zu kommen – und wirft mit diesen erneut.

Das Wagnis gehört natürlich zuvor gut abgeschätzt. Falls, nach etlichen Würfelaktionen, fast nur noch gelbe und rote Würfel zur Verfügung stehen – und vor allem bereits auch ein oder zwei Schrotflinten ausliegen – sollte man vielleicht doch lieber aufhören. Denn jeder Spieler hält nur drei Treffer aus – danach ist sein Zug automatisch beendet und alle bis dahin gesammelten Gehirne verfallen. Aber er wäre ja schließlich kein echter Zombie, wenn er sich nicht im nächsten Zug erheben und wieder neu zu würfeln beginnen würde!

Verlag: Steve Jackson Games, Pegasus Spiele
Jahr: 2010
Spieler: 2 bis 99
Angegebene Spieldauer: 10 bis 20 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Spielt sich flüssig in der angegebenen Zeit. Die einfache Formel hier ist: Mehr Spieler = mehr Minuten!
Sprache: Deutsch


Mmm…Brains!

Des gepflegten Zombies liebste Beschäftigung, abgesehen davon schreienden Opfern nachzutorkeln, ist wohl – wenig überraschend – Gehirne zu sammeln. Dabei wird auch davor nicht zurückgeschreckt, sie den Zombie-Mitspielern geschickt wieder abzunehmen! Denn während wir Lebenden nach dem Spiel um Geld trachten, würden Zombies eher dieses Spiel um Gehirne bevorzugen – wenn sie denn eins hätten!

Das Spiel besteht aus fünf sechsseitigen Würfeln, jeweils mit den Zahlen 1 bis 5 und einem Gehirn in fünf verschiedenen Farben. Dazu kommen noch fünf Spielerkarten, ebenfalls in den fünf Spielfarben, und 50 kleine Plastikgehirne (Punkte). Ist ein Spieler am Zug, muss er dreimal würfeln, kann dabei einzelne Würfel zurücklegen und mit den Restlichen weitermachen. Am Ende seines Zuges erhält er die Summe aller gleichfarbigen Zahlen – durch eventuell erwürfelte Gehirne multipliziert – in Punkten (Gehirnen). Kein oder ein Gehirn auf dem Würfel beeinflusst das Ergebnis nicht, ab Zweien wird verdoppelt, verdreifacht, usw. Ein Beispiel: Bei fünf Würfeln haben wir eine schwarze 3 (keine Punkte), grüne 4, grüne 2 und noch je ein Gehirn geschafft. Unsere Punkte ergeben sich aus 4+2 (da beide einer Farbe) x2 (die beiden Gehirne), also insgesamt 12!

Wurden alle 50 Punkte (Gehirne) unter den Anwesenden verteilt, tritt die zweite Phase des Spiels ein. Nun gilt es den Mitspielern ihre schwer verdienten Gehirne wieder abzuluchsen. Das geschieht wie auf der zuvor beschriebenen Art und Weise, indem ein Spieler in seinem Zug wieder eine Farbe erwürfelt. Das Ergebnis daraus verliert aber jener Gegner in Gehirnen (kommen aus dem Spiel), der in Besitz der gleichen Farbkarte ist (welche zu Spielbeginn verteilt wurde). Hierbei kann jedwede erwürfelte Farbe gewählt werden, es zählt einzig eine positive Summe. So kann man bestimmte Mitspieler gezielt ins Visier nehmen. Sollte darunter eine nicht im Spiel befindliche Farbe sein, verliert der aktive Spieler die entsprechende Anzahl eigener Gehirne. Wem am Ende als Einziger noch etwas Hirn übrig ist gewinnt!

Verlag: Twilight Creations Inc.
Jahr: 2006
Spieler: 3 bis 5
Angegebene Spieldauer: 15 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Mit voller Spieleranzahl sollten ca. 60 Minuten eingeplant werden.
Sprache: Englisch


All Things Zombie – The Boardgame

Tag 26 nach der Apokalypse: Am Boden kauernd lassen zwei junge Frauen stumm ihre Blicke über die vor ihnen liegende, staubige Kleinstadt schweifen. Alles scheint ruhig. Gut, denn sie müssen dort durch – sie brauchen dringend Nachschub. Ihre 9 mm ist nicht ausreichend. Wenn sie das hier überleben wollen, brauchen sie stärkere Waffen und mehr Munition …

So beginnt das Erste der sechs aufeinander aufbauenden Kampagnen-Szenarien dieses – hervorragend auch solo zu spielenden – Brettspiels, das auf den preisgekrönten Regeln eines gleichnamigen Tabletops basiert. Ihnen liegt das sogenannte „Reaction System“ zugrunde, durch dessen Würfel-Mechanik das Spiel sowohl Zombies und NSC steuert, als auch Einfluss auf die Reaktionen der eigenen Spielfiguren nimmt. Hört sich spannend an? Ist es auch! Wie könnten z.B. zwei verfeindete Überlebende aufeinander reagieren, wenn einer um die Ecke biegt und plötzlich über den anderen stolpert? Schießen – gleichzeitig oder einer zuerst? Jemand könnte stattdessen in den Nahkampf oder in Deckung gehen, oder vor Schreck erstarren. Und wie würde eine Reaktion im Falle von Beschuss aussehen? Halten die Nerven durch? Für Überraschungen ist jedenfalls gesorgt!

Die Charaktere werden in „Stars“ und „Grunts“ unterteilt. Erstere sind die eigentlichen Helden, fast unbeeinflussbar und nervenstark. Letztere sind in Nähe von Helden standfester, allein ist aber nicht immer auf sie Verlass. Zombies wiederum reagieren stark auf Lärm, wodurch Nahkampfwaffen und lautlose Schusswaffen (Armbrust) – oder zumindest welche mit Schalldämpfern (sofern man einen findet) – bevorzugt werden sollten. Ansonsten kann es recht schnell zur unangenehmen Hordenbildung kommen!

Wer sich durch die Ähnlichkeit mit Wargames (Counter und Hexfelder) nicht beirren lässt und im Gegensatz zum Tabletop-Vorbild Zeit und Geld sparen möchte, wird hier mit einem Komplettpaket – wenn auch regeltechnisch ein wenig abgespeckt – wunderbar bedient. Die Regeln sind schnell erfasst und die Möglichkeiten des Solo-, Mehrspieler-, Kampagnen- oder Skirmish-Spiels erzählen jedes Mal erneut eine dramatische Geschichte von den Überlebenden der Zombie-Apokalypse.

Verlag: Lock `N Load Publishing LLC
Jahr: 2010
Spieler: 1 bis 6
Angegebene Spieldauer: 40 Minuten
Spieldauer in der Praxis: 40 Minuten sind im Solospiel möglich, mit mehr Spielern sollte jedoch von zumindest 60 Minuten ausgegangen werden.
Sprache: Englisch (Deutsche Anleitung durch Udo Grebe Gamedesign)


Humans!!!

Was macht ein frisch zum Zombie gewordener ehemaliger „Überlebender“? Richtig, sich torkelnd, hinkend oder kriechend zum nächsten Frischfleisch schleppen und ordentlich reinbeißen. Doch zu seinem Leidwesen kann recht schnell Mundraub daraus werden, denn da wären noch die hungrigen Mitspieler …

Das zu „Zombies!!!“ voll kompatible Spiel wirft zwar ausschließlich einen Blick auf das Geschehen aus der Sicht der wandelnden Toten, durch die Kombination beider können Spieler aber als Zombies und Survivors (samt NSC beider Seiten) gegeneinander antreten. Auch hier besteht naturgemäß der variable Spielplan aus einzelnen Kartenteilen, unterteilt in 9 x 9 Feldern. Diese werden ebenso rundenweise an die bereits ausliegenden Teile der Stadt angelegt. Und dort gibt es nicht nur Futter in Form von verängstigten Opfern zu finden, sondern auch Barrikaden – die es niederzureißen gilt – und wichtige „Do Over“-Marker, die begehrte Re-rolls erlauben. Zombies haben es ja nicht so leicht!

Witzig: Spieler-Zombies spiegeln ihren Beruf (samt entsprechender Spielfiguren) vor der Zombiefizierung wider - z.B. Cheerleader, Rechtsanwälte, Ärzte, usw. - welcher sich auf ihre Spezialfähigkeiten auswirkt (z.B. Pompons, Skalpelle, etc.). Die Spielmechanik unterscheidet sich zwar geringfügig zu „Zombies!!!“, in Kombination ergänzen sich beide aber hervorragend! Zuerst bestimmt der Würfel ob das Opfer gefangen werden konnte. Wehrt es sich erfolgreich – durch Ausspielen von Karten (Waffen) und Würfelwürfe der lieben Mitspieler – müssen zufällig Wunden für den angreifenden Zombie gezogen werden (z.B. Arm, Bein, etc.). Ansonsten wird danach - ebenfalls durch Spielkarten – festgestellt, ob man denn gefressen oder infiziert hat – oder ob gar doch noch ein Entkommen des Opfers möglich war. Infizierte erhöhen die Anzahl der eigenen Zombie-Figuren (max. 10) und zählen – so wie die Gefressenen – jeweils einen Punkt. Sieger ist wer zuerst eine bestimmte Punkteanzahl erreicht hat. Die ebenfalls in Englisch erhältliche Erweiterung „Humans!!! 2: Sea Food“ spielt auf einem Marinestützpunkt und stattet das Grundspiel mit zahlreichen zusätzlichen und neuen Möglichkeiten aus.

Verlag: Twilight Creations Inc.
Jahr: 2008
Spieler: 2 bis 6
Angegebene Spieldauer: 60 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Mit der Erweiterung und/oder Kombination mit „Zombies!!!“ kommt eine gute Stunde mehr dazu.
Sprache: Englisch


Last Night on Earth: The Zombie Game

Als sich die Toten erhoben, kam das Grauen über Woodinvale. In der Kleinstadt ist nur noch eine handvoll Überlebender übrig. Gemeinsam bestreiten sie nun den Kampf ihres Lebens – dabei stets vor Augen, dass diese Nacht ihre letzte auf Erden sein könnte …

Jeder Zombie-Fan, der einmal Woodinvale besucht hat, wird immer wieder gerne dorthin zurückkehren. Das garantiert dieses fast cineastisch anmutende Brettspiel mit RPG-Einschlag. Neben einem modularen Spielbrett, spannenden Szenarien, schmucken Plastikfiguren für Helden und Zombies, machen vor allem die mit echten Schauspielern fotografierten und äußerst passend dargestellten Szenen auf Spielkarten, Markern und Charakterblättern – und nicht zuletzt ein beigelegter adäquater CD-Soundtrack – Stimmung wie bei einem interaktivem Zombie-Film. Und das alles in Top-Qualität! Das im Verhältnis simple Gameplay erreicht durch den geschickten Einsatz von Spielkarten (eigenes Zombie- und Heldendeck) in Kämpfen und (überraschenden) Ereignissen eine taktische Finesse und nervenzerreißende Spannung, die nicht selten in dramatischen Höhepunkten gipfelt.

Die Helden, samt ihren Fähigkeiten, stellen archetypische Charaktere des Horrorgenres dar. Da wäre z.B. Johnny, der Quarterback aus der Highschool (gute Kondition), Sheriff Anderson (beginnt das Spiel bewaffnet), Krankenschwester Becky (profund in Sachen Heilung) oder Vater Joseph, der örtliche Pfarrer mit seinem wahrlich unerschütterlichen Glauben. Das Spiel skaliert auch sehr gut: Vier von acht Helden – je nach Spieleranzahl unter ihnen aufgeteilt – sind immer dabei, gegen ein bis zwei Zombie-Spieler.

Die Regeln sind leicht erlernbar, insbesondere durch die Unterteilung in ein Basic und Advanced Game. Mittlerweile sind vier Erweiterungen erhältlich – mit mehr Szenarien und Spielmechaniken, Charakteren und Zombies (mit Waffen!), zusätzlichen Spielkarten und sogar alternativen Kartendecks. Die Möglichkeit mithilfe eines Punktesystems Fähigkeiten und Optionen in bestehenden Szenarien zu variieren, ist zudem ein Garant für nahezu unendlichen Wiederspielwert und vor allem Spielspaß!

Verlag: Flying Frog Productions
Jahr: 2007
Spieler: 2 bis 6
Angegebene Spieldauer: 60 bis 90 Minuten
Spieldauer in der Praxis: Bei voller Spieleranzahl ca. 120 Minuten. Um Taktik und dichte Atmosphäre voll genießen zu können, sollte man sich aber entsprechend Zeit nehmen!
Sprache: Englisch (Deutsche Ausgabe: Heidelberger Spieleverlag, für Dezember 2011 geplant)


The Walking Dead – Die Comicbuchreihe

Wenn die Apokalypse naht – wo wirst du sein?
Wenn die Toten erwachen – was wirst du tun?
Wenn die Menschlichkeit schwindet – wirst du dennoch ein Mensch bleiben...?

Rick Grimes, ein Kleinstadtpolizist und Familienvater, wird während eines Feuergefechts mit einem entflohenen Sträfling niedergeschossen. Als er nach einiger Zeit in seinem Krankenhausbett aus dem Koma erwacht, hat die ihm bis dato bekannte Welt aufgehört zu existieren. Und die neue Realität gleicht einem surrealen Horrortrip, vermeintlich seinen dunkelsten Albträumen entwichen. Das Spital erscheint zwar vorerst im wahrsten Sinne wie ausgestorben, bis Rick aber dem Grauen selbst begegnet. Unbegreiflich, aber unwiderruflich, wandeln die Toten wieder auf der Erde. Die Zombies dürften jedoch nicht allein das Krankenhaus, sondern die ganze Stadt – wenn nicht die gesamte Welt – überrannt haben. Erschöpft und verwirrt, aber nicht ohne Hoffnung, begibt er sich auf die ungewisse Suche nach einem sicheren Ort, weiteren Überlebenden und – dem wichtigsten Bestandteil seines alten Lebens – seiner Familie …

Es ist nicht nur die sich dramatisch entwickelnde Geschichte, die fesselt. Stimmung, Erzählweise und vor allem die Vielfalt der zahlreichen Charaktere, deren menschliche und psychische Entwicklung bzw. Belastbarkeit im Verlauf der Ereignisse, stehen im Vordergrund – seien es sichtbare Reaktionen auf die äußere Umwelt oder im Stillen ausgetragene innere Kämpfe. Nicht ohne Grund erscheint der Titel The Walking Dead zweideutig. Denn es sind damit nicht unbedingt (nur) die Zombies gemeint, sondern auch die leeren, ausgebrannten und aller Menschlichkeit beraubten Hüllen der Überlebenden, die – im metaphorischen Sinn –selbst bereits wandelnden Toten entsprechen.

Was im Oktober 2003 als monatlich erscheinende und obendrein äußerst spannende Comicbuchreihe in Schwarzweiß begann, hat mittlerweile die wichtigste amerikanische Auszeichnung für Comics – den Eisner-Award – bekommen und ist uns erfreulicherweise bis heute ungebremst erhalten geblieben. Mehr noch, denn der berechtigte Erfolg verlangt nicht nur nach Fortsetzung, sondern darüber hinaus nach Umsetzung. So wurde im Herbst 2010 die erste Staffel der AMC Fernsehadaption ebenso hierzulande ausgestrahlt, und für diesen Herbst dürfen wir uns sowohl auf Staffel 2, als auch auf ein auf der Comicreihe basierendes Videospiel und sogar zwei Brettspiele freuen. Und nicht zuletzt, natürlich auf die stetige Weiterführung der ursprünglichen Comicbuchreihe …

Verlag: Image Comics (EN) / Cross Cult (DE)
Jahr: 2003
Sprache: Englisch/Deutsch
Veröffentlichungen: Einzelheft, Trade Paperback, Hardcover, Omnibus Edition, Compendium Edition


 


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